Institutskonzept

Auf dieser Seite wird das Projekt zur Einrichtung eines ‘Deutschen Instituts für Baumanagement’ vorgestellt:

Kurzfassung

Hiermit soll die Einrichtung eines ‚Deutschen Instituts für Baumanagement’ angeregt werden. Das Institut soll als zentrale Stelle die Universitätsfachbereiche Baumanagement / Baubetrieb / Bauökonomie der Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen ergänzen. Aufgaben sind das Sammeln von Forschungserkenntnissen, Koordinieren von Forschungsvorhaben, organisieren von Konferenzen und Ausstellungen, Vermitteln von Kooperationen mit der Privatwirtschaft und vergleichbaren internationalen Organisationen und die eigenständige, ergänzende Forschung. Die Notwendigkeit des Instituts ergibt sich aus Gründen der Veränderungen der Wertschöpfung im Bauwesen, die sich immer mehr in den Bereich Baudienstleistungen verschiebt. Mit der eigentlichen Bauerstellung lassen sich mittlerweile nur noch minimale Profite erzielen. Dies trifft besonders auf das internationale Bauen zu, bei dem Firmen verschiedenster Herkunft gemeinsam ein Bauprojekt verwirklichen und deshalb einen erhöhten Koordinierungsbedarf haben. All diese Veränderungen die schon seit langem im Gange sind, lassen das Baumanagement gegenüber den etablierten planerischen Tätigkeiten an Bedeutung gewinnen. Als Baumanagement werden hier alle nichttechnischen und nicht entwurfsplanerischen Bereiche des Bauens verstanden. Das Institut unterstützt die Fachbereiche Baubetrieb / Bauökonomie etc., welche lediglich untergeordnete Fachbereiche der jeweiligen Studiengänge sind. Baumanagement ist aber fachübergreifend, da es die Schnittstellen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachingenieure organisiert. Darüberhinaus werden betriebswirtschaftliche und Managementkenntnisse mittlerweile als unverzichtbares Basiswissen für alle Absolventen von der Industrie nachgefragt. Die Ausbildung reflektiert dies aber nur unzureichend. Zusätzlich ergibt sich die Notwendigkeit für das Institut aus einer Vielzahl ähnlicher, etablierter Einrichtungen im Ausland, die in Deutschland keinen gleichwertigen Ansprechpartner finden. Direkte Kooperationen mit Fachbereichen einzelner Universitäten sind nicht immer möglich oder erwünscht. Das Institut könnte den internationalen Forscheraustausch fördern, von dem Deutschland in diesem Bereich abgeschnitten ist. Der Anteil deutscher an internationalen Expertengruppen ist im Bereich Baumanagement verschwindend gering. Dies entspricht nicht dem Potential deutscher Bauunternehmen bzw. Bauproduktehersteller. Zudem werden immer mehr Systemleistungen für Immobilienprojekte nachgefragt. Um Systeme wirksam zu erstellen ist ein sorgfällziger, erhöhter Koordinierungsaufwand nötig. Diese Systemkompetenz ist eine Stärke der deutschen Bauwirtschaft. Zur vollen auch internationalen Wirksamkeit und Vermarktung sind begleitende und koordinierende Managementleistungen notwendig. Diese Koordinationskompetenz als Dienstleistung und Ausbildungsinhalt könnte das ‚Deutsche Institut für Baumanagement’ in optimaler Weise gewährleisten. Damit reagiert das Konzept des ‚Deutschen Instituts für Baumanagement’ auf die Notwendigkeit Anpassungen im Schnittfeld von Universitäten und Industrie zu vollziehen. Auf die großen Veränderungen in der Bauwirtschaft, die neue Anforderungen an Wissensakkumulation, Informationsbereitstellung und Ausbildung stellen, soll mit dem hier vorgelegten Konzept eine angemessen Antwort gegeben werden, die schnell zu eine nachhaltigen Verbesserung führt. Der entwickelte Ansatz ist kosten- und ressourceneffektive und greift nicht in bestehende Strukturen ein und hat keine Auf- oder Abwertung bestehender Einrichtungen zur Folge. Gleichzeitig kommt er aber allen existierenden Einrichtungen gleichermaßen zugute. Baumanagement ist das Querschnitts-Fach im Bauwesen und kann nur effektiv in einer Querschnittsstruktur vermittelt werden.

Wenn Sie an dem vollständigen Konzeptpapier interessiert sind, schreiben oder mailen Sie bitte unter der Angabe “Konzeptpapier Deutsches Institut für Baumanagement” an:

Pichura Consult
Rosengartenplatz 3
68161 Mannheim
Info@PichuraConsult.de

Kommentar von Prof. Dr. h.c. Roland Berger (Chairman Roland Berger Strategy Consultants)

“Mit Interesse habe ich Ihre Ausführungen gelesen, trifft es doch relativ genau das von mir im Manager Magazin beschriebene Defizit, daß in der akademischen Forschung und Lehre in Deutschland kaum dienstleistungsspezifisches Managementwissen eine Rolle spielt. Für den abgetrennten Bereich von Architektur und Bauingenieuwesen haben Sie mit Ihrem Konzeptpapier hier einen möglichen Lösungsvorschlag aufgezeigt, den ich für durchaus beachtenswert halte.”